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Gruner will mit anderen ins Gespräch kommen

Vor allem „Westerwiesen“ ist Thema im Wahlkampf, so der Bürgermeisterkandidat für Dettenhausen.

Schwäbisches Tagblatt · 6. Oktober 2026

Dettenhausen. Im Wahlkampf um das Amt des Bürgermeisters in Dettenhausen setzt Daniel Gruner vor allem auf persönliche Gespräche. Eine Erfahrung, die er dabei macht: Die Leute kommen weniger von sich aus auf einen Kandidaten zu. Lieber wollen sie von ihm angesprochen werden.

Das bestätigte sich am vergangenen Freitagnachmittag, als Gruner auf dem Dorfplatz zum offenen Bürgergespräch eingeladen hatte. Der Zustrom hielt sich in Grenzen, es fanden sich vor allem Unterstützerinnen und Unterstützer ein, die dem Kandidaten Gesellschaft leisteten.

Für ihn sei das keine Enttäuschung, sagt er. Er setze ohnehin vor allem darauf, bei der Verteilung seiner Flyer im ganzen Ort mit den Wählerinnen und Wählern über den Gartenzaun hinweg ins Gespräch zu kommen.

Seine offenen Bürgergespräche am Infostand sieht er hauptsächlich als ergänzendes Angebot – für diejenigen, die er persönlich nicht antrifft oder die nicht zur öffentlichen Kandidatenvorstellung der Gemeinde am 23. Oktober in die Schönbuchhalle kommen.

Neubaugebiet in der Kritik

Das Thema, auf das er am häufigsten angesprochen werde, hat erst in der vergangenen Gemeinderatssitzung wieder an Fahrt aufgenommen: Das mögliche Neubaugebiet Westerwiesen werde von vielen Menschen im Ort sehr kritisch beäugt, ist Gruners Eindruck.

Eine Anwohnerin, die am Freitag zu seinem Stand kommt, hat andere Probleme. Sie berichtet, dass von dem seit einigen Wochen auf dem Dorfplatz stehenden Foodtruck intensive Essensgerüche ausgingen.

Nach Beschwerden habe der Truck seinen Standort verlegt und stehe nun etwas weiter von ihrem Haus entfernt. Dafür fühlten sich jetzt andere Anwohner durch die Gerüche belästigt, sagt die Frau.

Auf die Frage, welche Ideen sie für die Neugestaltung des Dorfplatzes habe, sagt sie, dass ein Café mit Außengastronomie dort gut hinpassen würde. „Aber mit einer Toilette“, betont sie.

An den Kandidaten hat sie dann auch noch eine konkrete Frage: Ob man das Amt des Bürgermeisters denn ohne Verwaltungserfahrung ausüben könne, möchte sie wissen.

„Sonst würde ich es ja nicht machen“, antwortet Gruner und verweist darauf, dass man Personalführung und Kenntnisse über Finanzen und Bilanzen auch in der freien Wirtschaft erwerben könne, wie er es als Bankkaufmann und selbstständiger Immobilien- und Finanzierungsberater gemacht habe.

Samentütchen mit Vergissmeinnicht, ein kombinierter Flaschenöffner und Einkaufswagenchip, Flyer und ein Roll-Up-Banner im Hintergrund, alles professionell im einheitlichen Kampagnen-Design gestaltet: Daniel Gruner meint es auf jeden Fall ernst mit seiner Kandidatur.